Eröffnung Mußepfade Stausee, © TI Bitburger Land

Fünf Muße-Pfade im NaturWanderPark delux in der Eifel eröffnet

2. August 2022

Es ist so weit: Im Rahmen des europäischen Interreg-Projekts VA „Barrierefreiheit ohne Grenzen“ wurden fünf Rundwanderwege des NaturWanderPark delux zu Muße-Pfaden umgewandelt und nun eröffnet. Das Besondere an diesen Wegen ist, dass die Wanderer auf ihren Touren durch die authentischen Erzählungen tief in die Region eintauchen können. Jeder Weg hat ein eigenes Symbol und eine eigene Geschichte, welche die Gäste auf ihren Wegen begleiten. An verschiedenen Mußeplätzen können sie innehalten, die Erzählungen schaffen eine emotionale Bindung an die Wanderung und erzeugen schöne Erinnerungen. 

Im Rahmen eines Pressegespräches stellten Daniela Torgau, Geschäftsführerin des Naturparks Südeifel, Maria Arvanitis, Geschäftsführerin der Tourist-Information Bitburger Land, Andreas Kruppert, Landrat des Eifelkreises und Verbandsvorsteher des ZV Naturpark Südeifel, Janine Fischer, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Bitburger Land, Wolfgang Reh, Eifel Tourismus GmbH und Lynn Schüssler vom Regionalen Tourismusverband Éislek das Projekt vor.

„Zusammen mit den Agenturen CUBE und Markenmut haben wir ein eigenes Kreativteam gebildet und das Konzept mit den regionalen Erzählungen erarbeitet. Dies ist etwas ganz Neues in unserer Region. Alle Beteiligten waren hoch engagiert dabei und wir konnten großartige Geschichten für unsere Wege aufgreifen“, begrüßt Daniela Torgau die Journalisten.

„Unsere Gäste kennen und schätzen die hohe Qualität unserer Wanderwege. Die Wanderer können nun noch besser unsere Geschichte erleben, da sie auf ihren Touren von Erzählungen aus unserer Region begleitet werden“, ergänzt Maria Arvanitis.

 

Die Muße-Pfade

Bei den Muße-Pfaden handelt es sich nicht um neu angelegte Wanderwege, sondern bestehende Rundwanderwege werden zu Muße-Pfaden umgestaltet. Sie beinhalten authentische Geschichten aus der jeweiligen Region. Sie erzählen von Menschen, die seit Jahrhunderten hier lebten, von besonderen Orten und historischen Begebenheiten, von Märchen und Mythen. Die Wanderungen auf den Pfaden animieren, sich bewusst in der Landschaft zu bewegen, sich auf sich selbst zu besinnen und sich Zeit zu nehmen. Mittels Symbolen, Illustrationen und Tafeln werden die Wanderer mitgenommen in die Geschichte des Weges, der auf diese Weise viel emotionaler erlebbar wird.

23 Premium-Rundwege hat der NaturWanderPark delux, fünf wurden zu Muße-Pfaden umgewandelt:

  • Stausee-Prümtalroute – Das Wunderbuch des Einsiedlers, Symbol: Wunderbuch
  • Felsenweg 1 – Von berühmten Wölfen und schlauen Füchsen, Symbol: Fuchs und Wolf
  • Bach-Pfad – „Alv oder die Geister, die wir rufen“; Symbol: Wunschräder
  • Neuer-Burg-Weg – Die sagenhafte Geschichte um den hohlen Baum; Symbol: Hohler Baum in Form eines Ritterhelms
  • Nat’Our-Route 1 – Grenzen überwunden, alles ist überwunden, mit dazugehörigen Themeninseln

 

Alle Muße-Pfade finden Sie hier

 

Die Erzählungen und ihre Symbole

„Der Wanderer erlebt den Weg als lebendige Bühne einer historischen Begebenheit, die heute noch am Schwarzbildchen, also jener uralten hohlen Eiche unweit der Burg Neuerburg, erzählt wird“, berichtet Christian Calonec-Rauchfuß von der Verbandsgemeinde Südeifel von dem Neuer-Burg-Weg. Es ist die Geschichte von dem Edelfräulein Ida von Neuerburg und dem Ritter Kuno und seinem Nebenbuhler, dem Grafen von Vianden. Als Symbol wurde ein hohler Baum in Form eines Ritterhelms gewählt.

Auf der Stausee-Prümtalroute geht es um die kleinen Wunder am Wegesrand. An den Mußeplätzen treffen die Wanderer auf ein dickes Wunderbuch, in dem der Eremit zu Wort kommt. Er erzählt beispielsweise von Kräutern, die Schmerzen lindern oder die Stimmung aufhellen. „Diesen Eremiten hat es tatsächlich gegeben. Es liegt uns seine Korrespondenz mit dem Bischof vor, so dass wir sogar seine Sprechweise nachempfinden konnten“, erklärt Volker Teuschler, der während des Pressetermins nicht nur als Eremit auftritt, sondern sich auch intensiv an der Konzeptionierung der Wege beteiligt hat.

Berühmte Wölfe und schlaue Füchse sind auf dem Felsenweg 1 die Begleiter. Im Mittelpunkt steht das Echternacher Kloster mit seinen Äbten. Wanderer begegnen dem Fuchs und dem Wolf in Form einer meterhohen Stahl-Silhouette, die sich drehen lässt. Auf dem Bach-Pfad geistern die Naturgeister um die Wanderer herum und lassen alte Sagen wieder lebendig werden. Wunschräder sind hier das Symbol. Sie können gedreht werden und sind mit kleinen Lebensweisheiten versehen. Grenzen werden auf der Nat’Our Route 1 sprichwörtlich überwunden und die Bachforelle erzählt, welche Veränderungen der Fluss Our schon erlebt hat. Themeninseln verdeutlichen die Bedeutung der Our für die Menschen im Dreiländereck.

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