Eröffnung der Ausstellung "Pflanzen"

Kulturzentrum Haus Beda

11:30

Ausstellung von Cornelius Völker


Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Stiftungsrates der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung, Frau Stephanie Kaak, wird die Kuratorin eine Einführung in die Ausstellung geben. Prof. Dr. Robert Fleck spricht über den Künstler und Cornelius Völker ist bei der Vernissage anwesend.
Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen. Weitere Informationen finden Sie auf der Hompepage.
Der Eintritt zur Vernissage ist frei.

Der Maler Cornelius Völker (* 1965), der an der Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren A.R. Penck und Dieter Krieg studierte, unterrichtet seit 2005 selbst als Professor an der Kunstakademie Münster Malerei. In der Herbstausstellung der Neuen Galerie im Haus Beda werden Bilder von Blumen, Blüten und Pflanzen von Cornelius Völker gezeigt. Auch ‚Unkräuter‘ sind inbegriffen, deren ‚schöne‘ Seiten der Künstler offenbart.

Pflanzlichen Motiven widmet sich Cornelius Völker bereits seit 2013. Neueren Datums sind die großformatigen Blumenbouquets, die der Haltbarkeit wegen von Cellophanfolie überzogen sind. Lenken die in Folie verpackten Blütenformen zunächst die Blicke auf sich, wendet sich die Aufmerksamkeit alsbald dem unteren Bilddrittel zu, wo sich die vielfarbigen Sträuße in abstrakte Farbverläufe auflösen. Die durchsichtige Folie, mit den im Licht weißlich schimmernden Kanten facettieren die Blütenarrangements in Segmente. Andere blumige Stillleben des Künstlers zeigen schwebende, verschiedenfarbig schillernde Blüten auf unergründlich dunklem, widerspiegelndem Grund. Herbstliche Blumenansammlungen in ockergelben Farbtönen kombiniert Völker mit irisie­renden, türkisblauen und violetten Blatt­formationen und Farbsprengseln. Blumenstängel in Glasvasen mit gelblich getrübtem Wasser verweisen auf die leicht vergängliche Pracht von Blumensträußen, ohne die selbigen zu zeigen. Die tief gesenkten Blüten in den Delfter Porzellanvasen, die sich in glänzendem Grund spiegeln, sind meisterlich in Szene gesetzte Vergänglichkeit. Das allmähliche Verblühen der pflanzlichen Motive zeigt Cornelius Völker ähnlich unverblümt, wie er vor einiger Zeit die Verfasstheit von Männerkörpern ungeschönt vor Augen führte.

Der konzeptuell arbeitende Künstler Cornelius Völker erweist sich bei den pflanzlichen Sujets wie bei all seinen anderen Motiven als profunder Kenner der Kunstgeschichte. Immer wieder greift der Künstler tradierte Bildgegenstände auf und lotet diese in seiner teils gegenständlichen, teils abstrakten Malerei bildlich aus: Kunstgeschichtliche Querverweise finden sich laut Reinhard Spieler im Übrigen fast in jedem Werk von Cornelius Völker. Seine Bilder ‚erfordern‘ stets eine Betrachtung nahe der Leinwand wie auch aus der Ferne: „Aus der Nähe sieht man die einzelnen Bestandteile des Gemäldes, die Tropfen und einzelnen Pinselstriche, die verschiedenen Schichten …“ (Gail B. Kierckpatrick). Aus größerer Distanz sind die einzelnen Bildgegenstände klarer zu erkennen.

Alle Sujets des Künstlers – Handtaschen, Schokoladentafeln, Feinrippunterwäsche, Hochsteckfrisuren, Schwimmer, Medikamente, Wolken, Bücherstapel, Meerschweinchen, kleine Hunde …, bestechen durch die mal pastose, dann wieder lasierende Malerei, die stets auch ein intellektuelles Erlebnis ist: ein ‚Baden‘ in Farbformationen und eine Sehschule.

Öffnungszeiten:
dienstags - freitags 15:00 bis 18:00 Uhr
samstags, sonn- und feiertags 14:00 bis 18:00 Uhr
montags geschlossen

Vom 19.12.2026 bis einschl. 03.01.2027 sind das Haus Beda und die Neue Galerie geschlossen.

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