Riazemann in Speicher - Start der Wanderung, © Tourist-Information Bitburger Land

13_18.10.2020 Von Speicher durch das romantische Kylltal (Kylltalschleife)
8,00 €

Tourist-Information Bitburger Land | Bitburg

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Diese Wanderung startet und endet in der Töpferstadt Speicher. Nach der Wanderung kehren wir gemeinsam im Cafe Berrens zu einem leckeren Stück Schmandtorte und einer Tasse Kaffee ein.

Wegbeschreibung von Harald Thiel, Eifelverein

Entlang der Kirchstr. vorbei an der Gedenktafel am Geburtshaus des Heimatdichters Simon Salomon zum Denkmal am Kirchvorplatz mit der Darstellung der Kirchenpatrone Philippus und Jakobus und der Geschichte von Speicher und zur Pfarrkirche mit monumentaler Eingangsfassade, erbaut in den Jahren 1895/96 unter Architekt Diözesanbaumeister Wirtz, dem Hauptwanderweg Nr. 4 des Eifelvereins "Felsenweg" folgend hinab über Feld- und Waldwege ins Kylltal, am Kyllhang oberhalb des Bahnhofs sehen wir am Karlsweg ein Nischenkreuz aus dem 16. Jahrhundert,
Im Kylltal angekommen durchwandern wir, leider auf Asphalt, die Denkmalzone Eifelbahn uns sehen das Bahnwärterhaus an der Kyllbrücke beim Nordportal des Loskyller Tunnels, die ehemalige Güterhalle, ein Bahnbedienstetenhaus und schließlich das Empfangsgebäude, einen malerischen Rotsandsteinbau, diese Gebäude wurden in den Jahren 1870/1871 durch die Preußische Eisenbahnverwaltung errichtet. Sie versetzen den Betrachter in die Zeit des Eisenbahnbaus. Gerade in dem engen Flusstal bekommt man einen Eindruck von der Kühnheit und der Bedeutung dieses Projektes für die bis dahin entlegene Region. Nach der Fertigstellung der Bahnanlagen 1871 hatte die Bahn durch das Kylltal besondere wirtschaftliche Bedeutung. Das Aufblühen der Steinindustrie war erst mit diesem Transportmittel ermöglicht.
Weiter führt der Weg dann zur Speicherer Mühle die verträumt im Kylltal liegt. Wir sehen die Kapelle aus dem 1700 Jahrhundert und das Hauptgebäude welches mit der Jahreszahl 1752 auf seine Erbauung hinweist, man beachte auch die Hochwassermarken, ein Umbau und eine Erweiterung fand im Jahr 1794 statt; wir sehen weiter ein viergeschossiges Ölmühlengebäude erbaut in der Mitte des 19. Jahrhunderts, Aufstockung 1888 und ein Wirtschaftsgebäude aus dem Jahr 1818 welches im Kern wohl aus dem 16. oder 17. Jahrhundert stammt.
Weiter duch das Kylltal vorbei an der alten Wasserpumpstation, dem Fischerhaus und dem Layköpfchen auf dem früher eine keltische Höhensiedlung gestanden hat, links erkennen wir am gegenüberliegenden Kyllufer die ehemalige Pfalzkyller Mühle die um 1270 den Edelherren von Dudeldorf gehörte (Kelephalzele), die Anlage gehörte in ihrer wechselvollen Geschichte weiterhin schon Graf Heinrich von Vianden, dem Kloster Prüm, Erzbischof Balduin von Trier und dem Kloster Himmerod. Wir erreichen die Laymühle die in einem Trockental, das früher wohl den Unterlauf des Kallenbachs aufnahm liegt, es handelt sich um ein Quereinhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert, Reste der aufwändige Anlagen zur Wasserführung sind noch zu erkennen, ein Steinquader mit Wappen der Grafen von Kesselstatt nennt diesen als Eigentümer, Jahreszahl 1822,
Wir verlassen das Kylltal und folgen wieder dem Hauptwanderweg 4 „Felsenweg“ über das Laypfädchen. Hier findet man zunächst eine durch den Abbau von Sandsteinen geprägte Landschaft. Wir sehen, in einem Seitental des Kallenbachs, die Hofanlage des Commeshof die in ihren Anfängen auf das Jahr 1845 zurückgeht. Das dreiachsiges ehemaliges Wohnhaus stammt aus dem Jahr 1860 und die übrige Gebäude in ihrer heutigen Erscheinung teilweise von 1845, wie erkennen die unterkellerten Gartenterrassen und die Kapelle mit ihrem romanisierenden Portal aus dem Jahr 1858, 1944 wurde die Anlage teilweise durch Luftangriffe zerstört und wiederaufgebaut; Nun zeigt uns das Laypfädchen eine weitgehend unberührte Natur. Der Weg führt bald ins Freie, durch einen langezogenen Hang auf eine Höhe von ca. 150m über dem Kylltal hinauf, auf den Westrand der Stadt Speicher zu. Es bieten sich Unterwegs immer wieder Gelegenheit zur großartigen Aussicht über das weite Kylltal.
Wer noch nicht genug gesehen hat kann noch einen kleinen Umweg zum Jüdischen Friedhof Speicher machen. Der Jüdische Friedhof liegt an einem Hang unterhalb der Stadt direkt über dem Kylltal. Erhalten sind 7 Gräber, davon 6 um 1920 und ein wesentlich älteres mit einem Grabstein aus Sandstein. Letzteres hat Inschriften in deutscher und hebräischer Sprache, erstere nur in Deutsch. Der Sandsteingrabstein steht, die anderen Grabsteine liegen auf ihren Gräbern. Über den Mungelterweg erreichen wir das Rathaus und unseren Ausgangspunkt beim Riazemahn. 

 

  • Gästeführer: Harald Thiel (Eifelverein Speicher e.V.)
     
  • Termin: Sonntag, 18.10.2020
     
  • Start: 13 Uhr, Treffpunkt ist Speicher bei der Töpferfigur (Riazemann), Kapellenstraße (Parkplatz Strunksecken)
     
  • Dauer: ca. 3 Stunden
     
  • Teilnehmerzahl: min. 10 Personen
     
  • Wegstrecke: 10,5 km
     
  • Preis: 8 Euro p.P. 
     
  • Ausstattung: Festes Schuhwerk. Für Verpflegung während der Wanderung sorgt jeder selbst. 
     
  • Bezahlung: Vorkasse (Die Wanderung kann vorab in bar bei der Tourist-Information Bitburger Land, Römermauer 6 in Bitburg oder per Überweisung auf folgendes Konto bezahlt werden: Kreissparkasse Bitburg-Prüm, Bankleitzahl 586 500 30, Konto-Nr, 57760, IBAN DE78  5865 0030 0000 0577 60). Bei Nichtteilnahme keine Geldzurückerstattung).


Um Anmeldung wird gebeten, bis zum 15.10.2020

Tel.: 06561/94340; per E-Mail: info@eifel-direkt.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Teilnahme auf eigene Gefahr.

Auf einen Blick

Leistungen:

  • inkl. Wanderführer
  • ein Stück Schmandtorte
  • eine Tasse Kaffee

Kontakt des Anbieters:

  • Tourist-Information Bitburger Land
    Römermauer 6
    54634 Bitburg
    Telefon: +49 6561 94340
    Fax: +49 6561 943420

Preise:

8 Euro p.P.

Vorauskasse (Infos siehe oben im Text)

 

Ort

Kapellenstraße
54662 Speicher

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