Erlebnisprogramm - Römische Stadtführung mit kulinarischem Ausklang
12. Juni 2019

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Eine Stadtführung auf römischen Pfaden mit kulinarischem Ausklang präsentierte die Tourist-Information Bitburger Land erstmalig am 08.06.2019 in Zusammenarbeit mit Gästeführer Edgar Comes.
Als römischer Soldat in Uniform, also mit ca. 18 Kilogramm schwerem Kettenhemd, genagelten Kampfsandalen und Kurzschwert, führte er durch das alte Vicus Beda. Helm, Schild und Pillum, ein Wurfspeer, die ebenfalls zur militärischen Ausrüstung eines antiken Kämpfers zu Zeiten des Feldherrn Gaius Julius Cäsars gehörten, stellt Edgar Comes den Teilnehmern der Tour in der Einleitung des Rundgangs vor.
Wichtig wurde Vicus Beda, zunächst ein kleines Straßendorf, als eine Station an der großen römischen Fernstraße von Lyon nach Köln über Trier, Bitburg und Prüm. Bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. konnte die Siedlung wachsen und es wurden sicherlich auch einige prunkvolle Gebäude errichtet, wie uns sehr gut erhaltene Funde, wie Statuen, Weihereliefs und Inschriften erzählen. Erst schwere Germaneneinfälle um 275 n. Chr., bei denen das Vicus komplett zerstört wurde, machten der weiteren Entwicklung ein jähes Ende. Etwa 50 Jahre später entstand in der Regierungszeit Konstantins des Großen auf den Ruinen des Vicus das Kastell Beda – eine Festung, die unter normalen Umständen von germanischen Truppen nicht mehr eingenommen werden konnte. Beeindruckende Reste dieser Kastellmauer zeigte Comes auf seinem Rundgang, so dass die Gäste eine gute Vorstellung von der Größe des Kastells erhielten, wenn es auch in den Ausmaßen deutlich kleiner war, als das ursprüngliche Vicus Beda.

Zum Abschluss des Rundgangs weihte Comes die Teilnehmer in die römische Kochkunst ein; selbstverständlich mit Kostproben. Zum Beispiel das Moretum, eine Käse-Kräuter-Mischung, die mit Brot genossen wird. Die Römer verwendeten andere Gewürze zu den Speisen als wir heute, Zucker und Kartoffeln gab es nicht. Zum Süßen wurde Honig verwendet, nicht nur für die Speisen, sondern auch für den Wein. Kümmel und Knoblauch standen ganz oben auf der Gewürzliste sowie das Garum, eine fermentierte Fischsoße, die die Römer in verschiedenen Varianten herstellten und nahezu in jeder Mahlzeit verwendeten. Einige Gäste wurden neugierig über die vielen Möglichkeiten der antiken Rezepte und wollten sie gleich schon nachkochen – kein Problem, denn Comes hat hierzu Das Römer-Kochbuch (ISBN 978-3-938922-86-6) entwickelt und bietet auch immer wieder Kochkurse an – für eine kulinarische Zeitreise.

Eine Stadtführung auf römischen Pfaden mit kulinarischem Ausklang präsentierte Edgar Comes als Premiere am vergangenen Samstag seinen Gästen. Als römischer Soldat in Uniform, also mit ca. 18 Kilogramm schwerem Kettenhemd, genagelten Kampfsandalen und Kurzschwert, führte er durch das alte Vicus Beda. Helm, Schild und Pillum, ein Wurfspeer, die ebenfalls zur militärischen Ausrüstung eines antiken Kämpfers zu Zeiten des Feldherrn Gaius Julius Cäsars gehörten, stellt er den Teilnehmern der Tour in der Einleitung des Rundgangs vor. Wichtig wurde Vicus Beda, zunächst ein kleines Straßendorf, als eine Station an der großen römischen Fernstraße von Lyon nach Köln über Trier, Bitburg und Prüm. Bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. konnte die Siedlung wachsen und es wurden sicherlich auch einige prunkvolle Gebäude errichtet, wie uns sehr gut erhaltene Funde, wie Statuen, Weihereliefs und Inschriften erzählen. Erst schwere Germaneneinfälle um 275 n. Chr., bei denen das Vicus komplett zerstört wurde, machten der weiteren Entwicklung ein jähes Ende. Etwa 50 Jahre später entstand in der Regierungszeit Konstantins des Großen auf den Ruinen des Vicus das Kastell Beda – eine Festung, die unter normalen Umständen von germanischen Truppen nicht mehr eingenommen werden konnte. Beeindruckende Reste dieser Kastellmauer zeigte Comes auf seinem Rundgang, so dass die Gäste eine gute Vorstellung von der Größe des Kastells erhielten, wenn es auch in den Ausmaßen deutlich kleiner war, als das ursprüngliche Vicus Beda.

Zum Abschluss des Rundgangs weihte Comes die Teilnehmer in die römische Kochkunst ein; selbstverständlich mit Kostproben. Zum Beispiel das Moretum, eine Käse-Kräuter-Mischung, die mit Brot genossen wird. Die Römer verwendeten andere Gewürze zu den Speisen als wir heute, Zucker und Kartoffeln gab es nicht. Zum Süßen wurde Honig verwendet, nicht nur für die Speisen, sondern auch für den Wein. Kümmel und Knoblauch standen ganz oben auf der Gewürzliste sowie das Garum, eine fermentierte Fischsoße, die die Römer in verschiedenen Varianten herstellten und nahezu in jeder Mahlzeit verwendeten. Einige Gäste wurden neugierig über die vielen Möglichkeiten der antiken Rezepte und wollten sie gleich schon nachkochen – kein Problem, denn Comes hat hierzu Das Römer-Kochbuch (ISBN 978-3-938922-86-6) entwickelt und bietet auch immer wieder Kochkurse an – für eine kulinarische Zeitreise.

(Text von Carmen Müller)